Warum ist Dehnen so wichtig?

Wenn wir das Wort Dehnung hören, denken wir automatisch an das Cool Down nach dem Sport, Laufen oder dem Workout. Hast du schon einmal daran gedacht, dich zu dehnen ganz ohne Sporteinheit? In unserem heutigen Blogbeitrag wollen wir dir zeigen, warum Dehnung so wichtig ist, wie du sie in deinen Alltag einbauen kannst und welche Dehnung speziell für dich sinnvoll wäre.

Was ist Dehnung?

Bei der Dehnung setzen wir Muskeln und Sehnen unter Spannung. Ziel ist es sie zum einen auf eine bevorstehende Belastung vorzubereiten, sie geschmeidig und leistungsstärker zu machen. Auf den Social Media Kanälen werden dir häufig die Begriffe stretch, stretching, mobility und cool down über den Weg laufen, diese bedeuten nichts anderes als Dehnung.

Wann sollte man sich dehnen?

Es ist richtig, dass Dehnung vor allem in Bezug auf Sport zur Anwendung kommt. Anders als jedoch oft angenommen, sollte man sich nicht nur vor sondern auch nach dem Sport ausreichend dehnen. Beim Aufwärmen reicht es also nicht nur aus den Kreislauf durch bspw. Hampelmänner oder Kniehebelauf anzukurbeln, nein man sollte auch spezielle Dehnübungen mit einbauen. Das Warum klären wir noch ausführlich.

Doch nicht nur beim Sport ist Dehnung ein ganz wichtiger Aspekt. Häufig arbeiten wir in Berufen, die uns dazu zwingen, einen Großteil des Arbeitstages im Sitzen vor dem PC zu verbringen. Leider ist unser Körper jedoch nicht dafür vorgesehen, 8 Stunden am Tag zu sitzen und monotone Arbeitsabläufe auszuführen. Die Folge hieraus sind Verspannungen im Nacken und Rückenbereich, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und verkürzte Sehnen. Wer dann nicht regelmäßig Sport treibt, läuft Gefahr dass diese Verspannungen und Schmerzen chronisch werden. Deshalb ist es so wichtig, Dehnung in seinen Alltag einzubauen.

Doch nicht nur Arbeiten, welche im Sitzen ausgeführt werden benötigen Dehnung. Auch Berufe, die dazu führen das man konstant in einer Körperhaltung verweilt. Sei es bei den Frisören das ständige Stehen und heben der Arme, bei einer Kosmetikerin das vornüber gebeugte oder die gehockte/ gebeugte Haltung einer Kindererzieherin. Dehnung ist also grundsätzlich für jeden wichtig.

Wer rastet, der rostet

Warum ist dehnen so wichtig?

Wie schon angerissen benötigen wir Dehnung um leistungsfähig und vor allem gesund zu bleiben. Unser Körper ist nicht auf Stillstand und monotone Aktivitäten programmiert. Erinnere dich daran, wie gelenkig du als Kind warst. Schau dir Babys an, sie schaffen es problemlos am großen Zeh zu nuckeln. Kannst du das heute auch noch? Natürlich soll dies nicht das Ziel sein, jedoch wirst du sehen, dass sich deine Haltung, Beweglichkeit und Geschmeidigkeit schon nach kurzer Zeit verbessern werden.
Den Grundstein solltest du bereits früh legen. In der Schulzeit werden wir durch den regelmäßigen Sportunterricht gefordert, doch kaum ist die Schule vorbei, wird der Sport weniger und somit auch die häufige Dehnung. Haltungsschäden kann man sich auch schon in frühen Jahren zuziehen, also warte nicht zu lang mit deinem Dehnungsprogramm zu starten.

Wie kann ich mich dehnen?

Yoga und Pilates sind tolle Arten sich zu dehnen, doch seien wir ehrlich, ist es nicht mega frustrierend, wenn die Yogalehrin mit dem Oberkörper am Boden liegt und du gefühlt nur 10 cm Beugung schaffst?
Dies zeigt dir leider, wie verkürzt deine Sehen bereits sind und sollte dich motivieren dran zu bleiben. Leider brechen jedoch viele zu schnell ab, da sie nach 2-3 Yogaeinheiten keine Verbesserung sehen. Dies ist jedoch ganz normal, überlege einmal wie lange du schon deinen Job im Sitzen ausführst oder wie lange du keinen Spagat mehr geübt hast. Hier heißt es, Routinen entwickeln und vor allem klein anfangen. Du brauchst keine 30 Minuten Yoga am Tag, die dich eher frustrieren als dass sie Spaß bringen. 5 Minuten in der Mittagspause reichen vollkommen aus.

Welche Dehnung ist speziell für mich wichtig?

Das hängt natürlich ganz von dir und deinen Tätigkeiten ab. Ganz pauschal können wir aber sagen: eine Ganzkörper Dehnung 😉
Schau zunächst welche Körperpartien sich verspannt oder verhärtet anfühlen. Wenn du viel sitzt ist dies häufig der Nacken, die Schulterpartie aber auch der untere Rücken. Hier empfiehlt es sich also speziell Dehnübungen für diese Bereiche in den Alltag mit einzubauen. Viele Übungen kannst du sogar im Sitzen ausführen und eignen sich daher perfekt für eine kurze aktive Arbeitspause. Ausreden gibt es also keine mehr. Toll ist es, wenn du jede Dehnübung für 30 Sekunden halten kannst, wenn es immer besser klappt, steigere dich gern auf 1-2 Minuten. Hier siehst du zwei tolle Dehnübungen für die Schulter.

Du musst deine Arme und Schultern dehnen, wenn du viel sitzt.

Neben dem Extrem der sitzenden Tätigkeit, gibt es jedoch auch das Extrem der Läufer und Steher. Viele Sportler denken sie tun ihrem Körper etwas Gutes in dem sie joggen gehen, vergessen dann jedoch die Dehnung bei der Aufwärmung und vor allem nach dem Lauf. Die Folgen sind Blockaden in der Hüfte, verkürzte Sehnen in den Kniekehlen und Knieschmerzen. Somit wird oftmals mehr Schaden angerichtet, als dass der Körper vom Sport profitiert. Aber auch Berufe die im Stehen ausgeführt werden, tragen zu Hüft- und Knieproblemen bei. Hier ist also eine regelmäßige Dehnroutine auch sehr wichtig. Wenn du viel läufst und stehst, passen diese beiden Dehnübungen perfekt. In der ersten wird vor allem deine Kniebeuge gedehnt und in der zweiten deine Hüfte geöffnet und gelockert. Verweile je Seite 30 Sekunden in der Dehnung und steigere dich Stück für Stück bis zu 2 Minuten.

du musst dein Hüfte dehnen wenn du viel stehst und läufst.

Wie häufig sollte ich mich dehnen?

Diese Frage ist ganz schnell und leicht beantwortet. TÄGLICH!
Oh wir hören dein Stöhnen und Seufzen, aber ja, tue dir und deinem Körper etwas Gutes und dehne dich täglich, so wirkst du Altersleiden und chronischen Schmerzen vor. Dehnung ist sogar fast noch wichtiger als Sport.
Damit es in Fleisch und Blut übergeht, fange klein an. Nimm die zunächst jeden Tag 5 Minuten vor. Das kann die Zeit sein in der das Wasser im Wasserkocher kocht, die Werbepause beim TV schauen oder die letzten 5 Minuten deiner Mittagspause. 5 Minuten sind schnell eingebaut. Solltest du am Anfang damit Schwierigkeiten haben, stelle dir eine Erinnerung im Handy oder klebe dir ein Post it an den PC, so dass du immer wieder daran erinnert wirst.

Erst wenn diese 5 Minuten kein Problem mehr für dich darstellen, steigerst du dich. An 4 Tagen pro Woche dehnst du dich zum Beispiel 5 Minuten so wie zuvor und an 3 Tagen der Wochen dehnst du dich 7 Minuten. Wichtig ist, dass du die Lust nicht verlierst, du motiviert bleibst und es zu einer Gewohnheit wird.
Es ist also auch wichtig, die Dehnübungen zu wechseln oder die Länge zu variieren. Schau was dir gut tut. Vielleicht brauchst du entspannende Musik oder einen speziellen Ort. Teste, probiere und feiere deine kleinen und auch großen Erfolge. Denn schon nach wenigen Wochen wirst du sehen, dass Übungen die am Anfang noch so gar nicht geklappt haben, immer besser funktionieren. Dokumentiere gerne auch, ob Schmerzen weniger geworden sind, ob du vielleicht besser schläfst oder einfach leistungsfähiger geworden bist.

Unser wichtigster Tipp jedoch zum Schluss: FANGE NOCH HEUTE DAMIT AN UND VERSCHIEBE ES NICHT WIEDER AUF IRGENDWANN!

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