Fünf Tibeter

Um das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden zu steigern, gibt es mehrere Methoden. Die 5 Tibeter sind eine einfach zu erlernende und funktionierende Methode. Durch gezielte Atmung und einfache Yoga Übungen werden Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht.

In diesem Blogbeitrag erfährst du, woher diese Übungen stammen, wie sie praktiziert werden, welche positiven Auswirkungen sie auf dich und deinen Körper haben und was du während der Übungen beachten solltest.

Stammen die Übungen wirklich aus Tibet?

Es ranken sich viele Geschichten darum, wie diese Übungen entstanden sind und woher sie kommen. Oft heißt es, sie werden schon seit Jahrhunderten von tibetanischen Mönchen praktiziert.

Heute wissen wir jedoch, dass die 5 Tibeter in Tibet gar nicht bekannt sind. Die ganze Geschichte ist auf ein Buch von Peter Kelder zurückzuführen. Jedoch wurde dieses angebliche Buch nie gefunden, nur die 1985 in den USA veröffentliche Neuauflage von Harry R. Lynn. Die engagierte Journalistin Susanna Schwager hat im Jahr 1999, zwei Artikel zu ihren Recherchen veröffentlicht, sie hat intensiv nach dem ersten Buch und dem angeblichen Verfasser Peter Kelder gesucht, jedoch nichts gefunden.

Sie hat auch in Europas größtem Tibet-Zentrum nachgefragt, dort wurde ihr bestätigt, dass solche Übungen nicht in Tibet praktiziert werden, dort wird nur gearbeitet und meditiert.

Heute werden die 5 Tibeter als Entspannungsübungen auch in der Heilkunde genutzt.

Die Übungen

Für die Übungen benötigst du bequeme Sportkleidung, da du dich wohlfühlen sollst. Außerdem ist eine Yogamatte gut, damit die Übungen auf dem Boden nicht so sehr wehtun. Wichtig ist, dass du alle Übungen MAXIMAL 21 Mal wiederholst. Fange mit 3 Wiederholungen an und steigere sich langsam. Hier erklären wir dir nun, wie die Übungen funktionieren.

Erster Tibeter: der Kreisel

Stelle dich aufrecht hin, lege die Hände mit den Handflächen aneinander und stehe hüftbreit, mit den Knien leicht gebeugt da. Die Hände sind ungefähr auf Augenhöhe und die Unterarme bilden eine waagerechte Linie. Die Schultern und der Nacken sind entspannt.

Mit der ersten Einatmung streckst du die Arme auf Schulterhöhe zur Seite, deine Handflächen zeigen nach unten.

Suche dir einen Punkt und drehe dich langsam, aber stetig mit dem Uhrzeigersinn um deine eigene Achse.

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Zweiter Tibeter: die Kerze

Leg dich flach auf den Rücken. Deine Arme liegen entspannt neben deinem Körper und deine Hände zeigen zum Boden.

Zieh deine Zehen zu dir ran und schiebe deine Fersen von dir weg. Mit der nächsten Einatmung hebst du gleichzeitig Kopf und Beine an. Dein Kinn legst du auf die Brust. Deine Beine hebst du so weit du schaffst, am besten, bis sie senkrecht in der Luft stehen. Deine Fußsohlen sollten dabei zur Decke zeigen, als würdest du an der Decke laufen wollen. Versuche, die Schultern dabei auf dem Boden zu lassen. Bei der nächsten Ausatmung legst du die Beine wieder auf den Boden.

Wiederhole die Übung zwischen 3 und 21 Mal. Bei dieser Übung wird besonders deine Bauch- und Halsmuskulatur gestärkt. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass du Muskelkater im Bauch haben wirst.

Tibeter Kerze am Strand

Dritter Tibeter: der Halbmond

Die Ausgangsposition nimmst du ein, indem du dich mit aufgerichtetem Oberkörper auf deine Yogamatte kniest. Deine Zehen sind aufgestellt, d. h. die berühren komplett den Boden und deine Fußsohlen zeigen nach hinten und NICHT zum Boden oder Himmel.

Mit der ersten Einatmung legst du deine Hände an das untere Gesäß, also an den unteren Teil deines Pos. Dabei schiebst du die Hüfte nach vorne und beugst deinen Oberkörper mit deinem Kopf leicht nach hinten.

Spanne deine Körpermitte an, damit du nicht ins Hohlkreuz verfällst. Mit der Ausatmung richtest du dich wieder auf und führst dein Kinn wieder Richtung Brust und lässt die Arme neben dem Oberkörper hängen.

Die Beugemuskeln der Hüfte, der Bauch und der Hals werden dabei gestreckt.

Tibeter Halbmond am Strand

Vierter Tibeter: die Brücke

Setze dich mit ausgestreckten Beinen auf die Matte. Stütze die Hände, mit den Innenflächen nach unten und den Fingerspitzen nach vorne, neben der Hüfte ab.

Mit der ersten Einatmung hebst du das Becken an und stützt dich mit den Füßen und Händen am Boden ab.

Dein Kopf sinkt ein bisschen nach hinten und dein Oberkörper und deine Oberschenkel bilden eine Linie.

Jetzt hältst du diese Position ein bisschen und kehrst dann mit der nächsten Ausatmung wieder in die Ausgangsstellung zurück.

Hierbei werden die Schultern, der untere Rücken und deine Gesäßmuskulatur besonders gestärkt.

Tibeter Brücke am Strand

Fünfter Tibeter: der Berg

Diese Übung vereint die beiden bekannten Yogaposen „Kobra“ und „herabschauender Hund“ miteinander.

Für den ersten Teil des Berg legst du dich auf den Bauch und stützt die Hände auf Brusthöhe neben dir ab. Die Ellenbogen bleiben am Oberkörper. Deine Füße sind hüftbreit auseinander und die Zehenspitzen sind aufgestellt. Du stützt dich bei der nächsten Einatmung mit den Händen ab und hebst Schultern, Kopf und Oberkörper bis du deine Arme durchstrecken kannst. Dein Blick geht nach oben an die Decke. Um den unteren Rücken zu stützen, spanne am besten deine Körpermitte an.

Schiebe mit der nächsten Ausatmung deinen Po nach oben, bis deine Beine gestreckt sind. Deine Fersen bleiben dabei am Boden. Das ist der herabschauende Hund.

Es ist wichtig, dass der Rücken gestreckt ist und dein Kinn Richtung Brust wandert. Damit vor allem Arme und Schultern gestärkt sind. Wenn du es nicht schaffst, deine Beine ganz durchzustrecken, dann ist das überhaupt nicht schlimm, wenn du sie weiterhin beugst.

Es ist bei allen Übungen keine Schande, wenn du sie nicht perfekt ausführst. Es ist wichtig, dass du die fünf Tibeter ausprobierst und übst.

Wie heißt es immer so schön? Übung macht den Meister!

Positive Wirkungen der Übungen

oga im Allgemeinen hat viele positive Auswirkungen auf deinen Körper, hier haben wir einige Vorteile der fünf Tibeter aufgelistet.

  • Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke werden gestärkt
  • Durchblutung und der Sauerstoffgehalt im Blut verbessern sich
  • Vertiefung der Atmung
  • löst körperliche Verspannungen und geistige Blockaden
  • steigert die Lebensenergie, die Vitalität und die Kreativität
  • die CHAKREN werden aktiviert und harmonisiert, d. h. die Drüsen werden beeinflusst und die Hormonausschüttung begünstigt
  • das Immunsystem und Verdauungssystem wird gestärkt

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Am besten ist es, die fünf Tibeter morgens oder vor Sportübungen zur Aufwärmung zu machen. Da sie dir viel Energie geben, solltest du sie nicht vor dem Schlafen praktizieren.

Es wird empfohlen, dass du ungefähr 2 Stunden vorher nichts isst und auch keinen Kaffee trinkst. Vielen Leuten wird schlecht, wenn sie kurz nach dem Essen Sport machen.

Achte bei den Yogaübungen auf deine Atmung. Es ist ratsam, immer durch die Nase atmen, damit die Atemluft vorgewärmt und gefiltert wird.

Bei Schmerzen oder anderen Problemen im Rücken wende dich lieber an deinem Arzt. Ansonsten kannst du deiner Gesundheit damit auch schaden.

Dehnung am Strand

Im Allgemeinen sind die fünf Tibeter gute Übungen, um fit zu bleiben und den Geist zu stärken. Apropos, um deine Fitness und psychische Gesundheit kannst du dich auch in einem unserer Retreats kümmern.

Wenn du viel Wert auf deine körperliche Gesundheit legst, dann ist das Retreat Aktiv und Kreativ perfekt. Hier kannst du dir ansehen, was dich alles erwartet.

Wir haben auch noch weitere Blogbeiträge, die dir helfen aktiv zu bleiben, wie z. B. „Dehnung effektiv im Alltag einbauen“ diesen Blogbeitrag findest du hier.

Bei deiner psychischen Gesundheit unterstützt dich unsere Psychologin Rebecca gerne. Im Retreat Achtsam und Vital. Mit psychologischer Betreuung lernst du wie du besser auf deinen Körper hören kannst und achtsamer durch dein Leben gehst. Mehr Informationen findest du hier.

Zur Vorbereitung kannst du meditieren, auf unserem Youtube Kanal haben wir schon einige geführte Meditationen und Atemübungen. Schau doch mal vorbei!

Wir freuen uns dich bei unserem nächsten Retreat begrüßen zu dürfen. Hoffentlich konnten wir dir helfen, bei Fragen kommentiere diesen Beitrag gerne oder schreibe uns direkt eine E-Mail an: info@usedom-detox.de

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