Zwei Bücher, um dem Alltag zu enfliehen – Fitzek und Salentin

Jetzt wo es in Deutschland etwas ungemütlicher wird vom Wetter, beginnt gleichzeitig auch die Jahreszeit, um es sich mit einem Tee und einer Kuscheldecke auf der Couch gemütlich zu machen.

Bücher statt Netflix

Wusstest du, dass ich (Anett) schon seit Mai 2020 kein Netflix, Prime, Disney und Co. mehr habe und mein TV nur noch als Deko dient? Diese Entscheidung habe ich ganz bewusst getroffen und es gab für mich ein Schlüsselerlebnis. Ich saß auf der Couch, in der Hand mein Smartphone, auf dem Schoss der Laptop und im TV dudelte auch eine TV Serie. Wirklich achtsam verfolgt habe ich nichts. Somit machte ich alles aus und nahm ein Buch in die Hand. Musste aber mit Erschrecken feststellen, dass ich nicht mehr in der Lage war mich auf mein Buch zu konzentrieren. Immer wieder griff ich zum Smartphone oder musste die Seiten erneut lesen, weil meine Aufmerksamkeit ganz wonaders war. Zudem stellte ich fest, dass ich schon seit Ewigkeiten kein Buch mehr richtig gelesen hatte, obwohl Lesen für mich seit Kleinauf dazu gehörte. Mein Entschluss stand fest: Bücher statt Netflix! Und so kündigte ich alle Abos, bestellte eine ordentliche Ladung Bücher gebraucht bei Medimops (unbezahlte Werbung) und startete mein Bücherprojekt. Jeden Monat lese ich nun 4-8 Bücher und es tut mir wahnsinnig gut und ich habe meinen digitalen Konsum drastisch reduziert.

Aber nun kommen wir endlich zu den zwei Büchern die ich euch heute vorstellen möchte. Zum einen ist es der erste Roman von Sebastian Fitzek und zum anderen ein etwas anderes Wandertagebuch von Rebecca Salentin.

Der erste letzte Tag von Sebastian Fitzek

Eckdaten:

Umfang: 272 Seiten
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 28.04.2021

Bewertung: 4 von 5.

Auf dieses Buch von Sebastian Fitzek war ich super gespannt. Schafft es ein Thriller Autor den Schalter umzulegen, um einen zeitgenössischen Roman zu verfassen? Ja, meiner Meinung schafft er es sogar sehr gut. Denn gerade der flüssige Schreibstil Fitzeks, lässt den Leser nur so durch die Geschichte fliegen.

Lea und Livius, zwei Menschen die auf den ersten Blick gar nicht unterschiedlicher sein könnten, erleben ganz ungeplant ihren ersten letzten gemeinsamen Tag. Auf einem ungewohnten Roadtrip quer durch Deutschland, reden sie zwar viel miteinander aber oftmals auch aneinander vorbei. Wie sie ihren ersten letzten Tag verbringen, ist wahrscheinlich für die meisten Leser nicht nachzuvollziehen, denn die Abenteuer sind nicht nur strafbar sondern auch ganz schön riskant.

Roman „Der erste letzte Tag“ von Sebastian Fitzek

Meine Meinung:
Das Buch konnte mich wirklich begeistern. Schon auf den ersten Seiten musste ich so herzhaft lachen, da der Autor ganz wunderbar mit Klischees spielen kann und durch den flüssigen Schreibstil die Szenen und Figuren zum Leben erwachen. Meine ursprüngliche Erwartung (ein tiefsinniger Roadtrip durch ein fernes Land mit langen Dialogen), warf ich schnell über Board, denn die ersten Seiten zeigten mir, dass mich hier was ganz anderes erwarten würde. Der Roadtrip nahm an Fahrt auf und von einem Abenteuer/ Katastrophe ging es rasant zum nächsten Checkpoint. Der Autor schafft es trotz allem, der Geschichte Tiefe zu geben, denn Lea hat einen großen Rucksack zu tragen, welchen Livius erst mit der Zeit so recht erkennt. Wer genau hinschaut, findet auch viele Metaphern und sprachliche Bilder. Ein Buch dass man gut und gerne an einem regnerischen Sonntag verschlingen kann. Ein Sternchen weniger, weil mir die Abenteuer/ Katastrophen teilweise doch etwas zu weit hergeholt waren. Alles in allem würde ich aber in jedem Fall noch einen weiteren Roman von Fitzek lesen und würde diesen literarischen Ausflug als gelungen betiteln.

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Klub Druschba von Rebecca Salentin

Eckdaten:

Umfang: 320 Seiten
Verlag: Verlag Voland & Quist
Erscheinungsdatum: 15.06.2021

Bewertung: 5 von 5.

Kurzmeinung: Dieses Buch macht Lust den Rucksack zu packen und loszulaufen. Ein toller, abwechslungsreicher Reisebericht.

Inhalt
Rebecca macht sich auf den Weg in ihr größtes Abenteuer. Die Wohnung ist aufgegeben, die Kinder aus dem Haus, das Café gekauft und der Lebenspartner ist auch nicht mehr an ihrer Seite- die perfekten Voraussetzungen um 2700 Kilometer von Eisenach nach Budapest zu wandern. Auf dem Weg der Freundschaft, erfährt sie diese in Form von Mitstreitern und ihren Freunden und freundlichen Menschen am Wegesrand. Trotz vieler Ängste, Unverträglichkeiten und einer Immunkrankheit schafft sie, was sie selbst wohl am allerwenigsten geglaubt hätte, sie läuft 2700 Kilometer. 

Meine Meinung
Ich habe den Reisebericht regelrecht verschlungen. Der Schreibstil ist locker, humorvoll aber auch informativ. Neben den reinen Wanderschilderungen gibt es auch einen Einblick in das bewegte Leben der Autorin und auch viele geschichtliche Infos zu den jeweiligen Stationen. Auch die Zwischenmenschlichen Beziehungen kommen nicht zu kurz und so hofft man als Leser die ganze Zeit ob nicht doch noch mehr aus dem Regenjackenmann wird. Das Buch hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen und für alle Abenteurer und Wanderfreunde ist es die perfekte Lektüre. Ich habe jetzt richtig Lust wieder selbst mein nächstes Wanderabenteuer zu planen. 

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