Was tun gegen den Winterblues?

Die Tage werden kürzer, es ist oft dunkel, grau und nass und die Stimmung ist oftmals im Keller. Das Gefühl von Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit macht sich bei dir breit.

Mit diesem Blogbeitrag wollen wir dir helfen, wie du gegen den Winterblues ankämpfen kannst. Wir möchten dir sechs Tipps geben, die du anwenden kannst, wenn dich im Winter die schlechte Laune überkommt. Prinzipiell sollen dir unsere Tipps dabei helfen, den Winterblues zu überwinden.

Zunächst sollten wir dir jedoch erklären, worin der Unterschied zwischen einem Winterblues und einer Depression besteht.

Was ist der Unterschied zwischen einer Depression und einem Winterblues?

Symptome vom Winterblues sind z. B. gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Magenschmerzen (diese ähneln denen einer depressiven Erkrankung). Beim Winterblues wirst du meist jedoch auch Heißhunger auf Süßigkeiten und Kohlenhydrate haben. Aufgrund der hohen Melatoninausschüttung im Winter, möchtest du die ganze Zeit schlafen. Ärzte sprechen erst von einem Winterblues, auch SAD genannt, wenn diese Symptome zwei Jahre in Folge auftreten.

SAD bedeutet ausgesprochen „seasonal affective disorder“ oder zu Deutsch „saisonal abhängige Depression“. Das heißt, dass die Betroffenen meistens vom Herbst bis zum Frühlingsanfang energielos sind und eine tiefe Traurigkeit verspüren. Im Frühling und Sommer verfliegen diese Symptome dann wieder. Es gibt auch SAD in den Sommermonaten, eine Sommerdepression ist aber viel seltener. Der Winterblues ist ein milder Verlauf des SAD. Die Winterdepression ist dann die ausgeprägte Form. Nur ein Facharzt kann die feinen Unterschiede diagnostizieren. Lass dich lieber von deinem Arzt untersuchen, selbst wenn du denkst, wegen dem bisschen schlechter Laune muss ich nicht dorthin gehen. Es ist wichtig, damit du auch richtig behandelt werden kannst und z. B. eine Depression nicht übersehen wird.

Depressionen sind dem Winterblues sehr ähnlich. Zu den Symptomen vom Winterblues kommen Schlafstörungen und oftmals auch eher eine Appetitlosigkeit anstatt Heißhunger dazu.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine dieser Krankheiten hast oder dich allgemein nicht gut fühlst, dann suche dir bitte Hilfe bei einem Arzt oder wende dich an ein Familienmitglied oder Freunde, damit sie dir helfen können. Professionelle Hilfe bekommst du auch unter: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start

Wenn du dem Trübsal den Kampf ansagen möchtest, dann helfen wir dir gerne dabei. Mit diesen Tipps und Tricks verschwindet die Lustlosigkeit hoffentlich schnell wieder.

6 Tipps gegen den Winterblues

Tageslicht 
Waldbaden
Sport
Freunde und Familie
gute Gerüche
Ernährung

Der Mensch benötigt Licht um glücklich zu sein

Der Mensch braucht Licht für sein Wohlbefinden. Die Zirbeldrüse schüttet bei Dunkelheit Melatonin aus, ein schlafförderndes Hormon aus, das bei Licht wieder abgebaut wird. Fehlt die Helligkeit, bleibt der Melatonin-Spiegel hoch und die Stimmung sinkt auf null. Wegen der geringen Sonneneinstrahlung wird außerdem zu wenig Serotonin, welches stimmungsaufhellend wirkt, produziert. Die Serotoninproduktion wird durch einige Lebensmittel angeregt z.B. Bananen & Nüsse.

Wenn das Tageslicht nicht mehr reicht, dann sind eine Tageslichtlampe oder eine Lichttherapie tolle Möglichkeiten, um diesem Umstand entgegen zu wirken. Schon 15 Minuten täglich verbessern deine Stimmung entscheidend. Das Solarium ist übrigens keine Alternative, wie viele glauben. Da die UV-Strahlung des Solariums sehr schädlich für die Haut ist und die UV-Strahlen nicht für die Serotoninproduktion verantwortlich sind.

Um die Produktion anzuregen, muss das Auge dem Gehirn ein Signal geben, sodass das Melatonin gedrosselt und abgebaut werden kann und vom Serotonin mehr ausgeschüttet wird.

Tageslichtlampen sind etwas kostenintensiv, aber du tust deinem Körper etwas Gutes und auch deine Pflanzen können im Winter von der Tageslichtlampe profitieren.

Auch Kräuter und Pflanzen können wieder Licht in den grauen Alltag bringen.
Johanniskraut ist der bekannteste pflanzliche Stimmungsaufheller, es macht unseren Organismus lichtempfindlicher , sodass es für uns auch leichter ist Licht aufzunehmen.

Kennst du die Königskerze? Ein Tee aus dieser Pflanze kann, je nach Zubereitung unterschiedlich auf uns wirken:
Ein starker Tee schützt unsere Schleimhäute und stärkt unser Immunsystem. Etwas schwacher angesetzt, wirkt er ähnlich wie das Johanniskraut.

Um den Körper mit ausreichend Licht zu versorgen, solltest du Spaziergänge machen oder dich einfach mal raus setzen. Auch noch bei grauem Wetter kommt genügend Licht bei uns an.

Apropos Spaziergänge, vielleicht wäre Waldbaden eine Alternative zum normalen Spaziergang.

Herbstwald mit einem Weg und fast kalen Bäumen

Waldbaden

Entfliehe dem stressigen Alltag und der hektischen Stadt in die ruhige Umgebung des Waldes. Du musst einmal alle Facetten des Waldes wahrnehmen, jeden Zentimeter deiner Umgebung absuchen. Beim Waldbaden kannst du prima deine Achtsamkeit trainieren. Probiere dazu die Übung 360°-Grad-Sehen aus. Hierbei lässt du deinen Blick immer langsam von unten nach oben tasten. So wandert er auch wieder zurück, dann drehst du dich ein Stück weiter und wiederholst das Ganze so lange, bis du wieder an deinem Ausgangspunkt angelangt bist.

In Japan wird das Waldbaden, dort Shinrin-Yoku genannt, durchaus auch von Ärzten präventiv gegen Burn-out oder Herzkreislauf-Erkrankungen verschrieben. Es hilft aber auch bei Krankheiten der Atemwege, der Haut und des Bewegungsapparates sowie bei psychischen Erkrankungen wie Schlaflosigkeit oder Depression. Vor allem sollte es als Präventionsmaßnahme gesehen werden und ersetzt auf keinen Fall Medikamente oder eine ärztliche Behandlung. Forscher haben anhand von Studien belegen können, dass Waldbaden den Stress vermindert und zur Gesundheit beiträgt. Sie haben zwei Gruppen spazieren geschickt, die einen in den Wald und die anderen in die Stadt. Die Gruppe, welche im Wald spazieren war, hatte nach einer Blutprobe einen viel höheren Anteil von dem DHEA Hormon und sogenannten Killerzellen. Das DHEA Hormon hält die Herz-Kreislauffunktionen aufrecht und beugt dort Krankheiten

Es wird vermutet, dass die ätherischen Öle aus der Rinde und den Blättern der Bäume sehr beruhigend wirken. Außerdem werden im Wald alle Sinne angesprochen, die schönen Farben der Blätter, der erfrischende Duft des Mooses und die vielen Vögel in den Baumwipfeln, sogar die Luft schmeckt anders. Du kannst auch Barfuß den Waldboden und das weiche Moos erkunden.

Waldbaden auf Usedom

Hier auf Usedom haben wir einen Kur- und Heilwald. Dieser kann von Besuchern der Rehakliniken, aber auch von Touristen und Einheimischen genutzt werden. Im Heringsdorfer Wald sind ausgeschriebene Waldwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu finden. Auf den Wegen findest du viele unterschiedliche körperliche, aber auch meditative Übungen.
Ein gekennzeichneter Waldabschnitt ist sogar barrierefrei gestaltet.

Natürlich muss es zum Waldbaden nicht gleich ein Kur- und Heilwald sein oder ein namhafter Wald wie z. B. der Schwarzwald oder Harz sein, es reicht auch der nächste Wald bei dir um die Ecke. Wichtig ist nur, dass du dir Zeit lässt und versuchst achtsam durch den Wald zu gehen.

Ein Herbstwald mit vielen bunten Blättern auf dem Boden und einem See im Hintergrund.

Sport hilft gegen schlechte Laune

Mit der Dunkelheit stellen viele ihre sportlichen Aktivitäten in der freien Natur ein. Aber: Auf Bewegung solltest du auf keinen Fall verzichten. Geh raus in die Natur und atme die frische Luft ein. Das fördert außerdem die Abwehrkräfte und kurbelt das Immunsystem an! Gerade im Herbst ist man durch das ungemütliche Wetter gegenüber Krankheiten besonders anfällig.

Auch ein Spaziergang hilft gegen das Stimmungstief, selbst wenn viele Wolken am Himmel sind.

Wer sich dennoch lieber in der Sporthalle aufhalten möchte: Indoor-Sportarten wie z. B. Basketball, Squash, Badminton, Tennis oder Volleyball bieten reichlich Abwechslung und viel Bewegung.

Auch Yoga hilft dir, dich besser zu fühlen. Es gibt bestimmte Übungen, die dir viel Energie bringen, wie z. B. die fünf Tibeter. Über diese Übungen haben wir vor einiger Zeit schon mal geschrieben, schau einfach hier bei diesem Blogbeitrag vorbei. Bei uns kannst du auch an den Yogakursen teilnehmen und dich mit den verschiedenen Übungen vertraut machen.

Gemeinsame Zeit mit Freunden oder der Familie

Vertreib die schlechte Laune zusammen mit Freunden oder deiner Familie. Soziale Kontakte steigern nachweislich das Wohlbefinden. Somit unternehme im Winter erst recht etwas mit deinen Freunden. Gemeinsame Spaziergänge, Ausflüge oder Café Besuche, aber auch ein Filmabend mit deinen Liebsten oder ein Telefonat mit Menschen, die ein bisschen weiter weg sind, tun gut. Schön ist, wenn ihr auch viel dabei zu lachen habt, sprecht aber auch über eure Sorgen und Ängste. Du wirst merken, dass es dir nach Gesprächen und Ausflügen zusammen mit Freunden oder der Familie besser gehen wird.

Gerüche steigern unser Wohlbefinden

In der Natur gibt es viele Düfte, die uns an etwas erinnern, so erinnert uns beispielsweise der Geruch von Sonnencreme an den Sommer. Den Sommer kannst du dir auch in dein Zuhause holen.

Besonders gut eignen sich Zitrusdüfte als Stimmungsaufheller. Sie erfrischen und machen munter, außerdem erhöht sich dank ihnen unsere Konzentrationsfähigkeit und lässt unser Gedächtnis wieder in Schwung kommen.

Vanille, am besten im Kakao mit einer Prise Zimt, dem „Gewürz der Unsterblichkeit“, löst Wohlbefinden aus, hier gibt es einen Serotoninschub für die Seele.

Gerüche für dein Wohlbefinden

Zitrone
Eucalyptus
Vanille
Zimt
Weihrauch
Blumen, z. B. Rosen, Lavendel...

Ernährung im Winter

Wie wir weiter oben schon erwähnt haben, fördern Nüsse und Bananen die Serotoninproduktion. Aber auch andere Lebensmittel sind für den Winter wichtig. Hier eine Übersicht, welche Lebensmittel gegen welche Probleme helfen oder sogar vorbeugen sollen:

Gegen Krankheitserreger: Zwiebeln und Knoblauch! Sie wirken antibakteriell und schützen somit vor fiesen Erkältungen und anderen Krankheiten.

Vor freien Radikalen (Produkte unseres Stoffwechsels, die uns schwach und krank machen können), kannst du dich durch rote Früchte, wie z. B. Granatäpfel oder Beeren schützen. Hier kannst du ruhig auf die Tiefkühlvariante zurückgreifen.

Vitamin D3 ist wichtig für deine Stimmung, es wird hauptsächlich durch die Sonneneinstrahlung gewonnen und gelangt durch deine Haut in den Organismus. Die meisten Menschen haben einen Vitamin D3 Mangel. Um wirklich sicher zu sein, lasse diesen über einen Bluttest von deinem Arzt feststellen. Dieser kann dir dann auch mit der Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln helfen.

Am besten ist jedoch immer noch Vitamin D3 natürlich über die Sonne aufzunehmen. Das funktioniert, indem du dein Gesicht, Dekolleté und Arme für 20 Minuten in die Sonne hältst. Achtung, Sonnencreme nicht vergessen!

Und wie schon gesagt, für die Serotoninproduktion: Nüsse (Erdnüssen, Cashews bis hin zu Haselnüssen, aber auch Kerne z. B. Sonnenblumenkerne).

Es gibt viele Möglichkeiten, den Winterblues zu vertreiben, probiere dich einfach aus. Wie immer gilt: Nichts hilft sofort! Oftmals bedarf es vieler Wiederholungen und jeder Mensch ist anders.

Sollte dein Tief immer schlimmer werden spreche noch einmal mit deinem Arzt darüber und vergewissere dich mit ihm zusammen, dass du aus diesem Tief auch wieder herauskommst.

Schaue gerne auf unseren anderen Blogbeiträgen vorbei, vielleicht bist du ja noch auf der Suche nach einem neuen Hobby oder benötigst eine Anleitung, wie du dich am besten aufs Fasten vorbereitest.

Bei Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung. Folge uns auch auf Instagram und Facebook, um keine weiteren News zu verpassen! Hast du vielleicht noch wertvolle Tipps, die du mit uns teilen möchtest?

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